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Ratgeber Inkontinenz

Inkontinenzprodukte für pflegende Angehörige

Wer einen Menschen zu Hause pflegt, wird früher oder später mit Inkontinenz konfrontiert. Das ist für beide Seiten oft unangenehm. Mit dem passenden Produkt, einer guten Technik beim Wechseln und einem offenen, respektvollen Umgang wird es leichter.

Wichtig vorab: NobiCare verkauft nicht an Privatpersonen

NobiCare beliefert ausschließlich Geschäftskunden wie Pflegeeinrichtungen, Pflegedienste, Sanitätshäuser und den Großhandel. Als Privatperson können Sie bei uns nicht bestellen. Unten finden Sie die üblichen Wege, über die Sie Inkontinenzprodukte erhalten.

Das passende Produkt für zu Hause

Geht Ihr Angehöriger noch selbst zur Toilette, sind Pants oder Vorlagen mit Fixierhose meist angenehmer, weil sie sich wie Unterwäsche anfühlen und die Selbstständigkeit erhalten. Bei Bettlägerigkeit oder starker Inkontinenz ist ein Slip mit Klettverschluss praktischer. Für die Nacht lohnt eine höhere Saugstärke und eine saugende Bettunterlage.

Lassen Sie sich bei der Auswahl vom Pflegedienst, vom Sanitätshaus oder von der Hausarztpraxis beraten. Probieren Sie verschiedene Produkte aus, bevor Sie größere Mengen besorgen.

Wechseln im Bett: so schonen Sie Ihren Rücken

  1. 01

    Vorbereiten

    Alles griffbereit legen: neues Produkt, Waschutensilien, Handtuch, Einmalhandschuhe, Müllbeutel. Das Bett nach Möglichkeit auf Arbeitshöhe stellen.

  2. 02

    Seitlich drehen

    Die Person auf die Seite drehen, das benutzte Produkt nach innen rollen und entfernen. Haut von vorn nach hinten reinigen und trocknen.

  3. 03

    Neues Produkt einlegen

    Den längs gefalteten Slip unter das Gesäß legen, die Person zurückdrehen und das Vorderteil hochführen.

  4. 04

    Verschließen und prüfen

    Beinbündchen in die Leistenbeuge legen, Verschlüsse schließen, Sitz prüfen. Kleidung und Bettwäsche glattziehen, damit keine Falten drücken.

Hautpflege bei Inkontinenz

  • Mit Wasser oder einer milden, pH-hautneutralen Waschlotion reinigen, keine parfümierten Produkte.
  • Trockentupfen, auch in Hautfalten.
  • Ein Hautschutzprodukt dünn auftragen, wenn die Haut stark beansprucht ist.
  • Die Haut bei jedem Wechsel ansehen. Rötungen, die nicht abklingen, nässende oder offene Stellen dem Pflegedienst oder der Hausärztin oder dem Hausarzt zeigen.

Würde wahren und offen sprechen

Für viele Menschen ist Inkontinenz mit Scham verbunden. Sprechen Sie das Thema ruhig und sachlich an, am besten ohne Zeitdruck und unter vier Augen. Verwenden Sie Worte, die Ihr Angehöriger selbst nutzt, und vermeiden Sie Begriffe wie Windel, wenn sie verletzen. Viele sprechen lieber von Einlage oder Schutzhose.

Lassen Sie so viel Selbstständigkeit wie möglich. Beim Wechseln helfen ein geschlossenes Fenster, eine Decke über dem Oberkörper und kurze Erklärungen, was Sie gerade tun.

Wo Sie Inkontinenzprodukte bekommen

  • Ärztliche Verordnung: Bei medizinischer Notwendigkeit verordnet die Ärztin oder der Arzt Inkontinenzhilfen. Die Krankenkasse versorgt dann über ihre Vertragspartner. Es fällt eine Zuzahlung von 10 Prozent je Packung an, höchstens 10 Euro für den Monatsbedarf.
  • Sanitätshaus und Apotheke: Beide beraten und liefern Produkte auf Rezept oder zum Selbstkauf.
  • Pflegedienst: Ein ambulanter Pflegedienst berät zur Auswahl und zum Anlegen und kennt die Abläufe mit der Kasse.
  • Pflegekasse: Bei einem Pflegegrad und häuslicher Pflege übernimmt die Pflegekasse bis zu einem monatlichen Höchstbetrag Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, zum Beispiel Einmalhandschuhe oder saugende Bettschutzeinlagen. Windeln und Vorlagen laufen in der Regel über die Krankenkasse.
FAQ

Häufige Fragen

Sprechen Sie mit der Hausärztin oder dem Hausarzt. Bei medizinischer Notwendigkeit gibt es eine Verordnung, mit der Sie sich an einen Vertragspartner Ihrer Krankenkasse wenden, etwa ein Sanitätshaus oder eine Apotheke. Die Krankenkasse nennt Ihnen die Vertragspartner.

Nein. NobiCare beliefert nur Geschäftskunden. Als Privatperson erhalten Sie Inkontinenzprodukte über ärztliche Verordnung, Sanitätshaus, Apotheke oder Ihren Pflegedienst.

Ruhig, unter vier Augen und ohne Vorwurf. Betonen Sie, dass es vielen Menschen so geht und dass es Hilfe gibt. Ein Arztbesuch kann ein guter nächster Schritt sein, weil sich manche Ursachen behandeln lassen.

Windeln und Vorlagen übernimmt in der Regel die Krankenkasse auf ärztliche Verordnung. Die Pflegekasse zahlt bei Pflegegrad und häuslicher Pflege für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, etwa Einmalhandschuhe oder Bettschutzeinlagen.

Sie sind Pflegedienst oder Sanitätshaus?

Geschäftskunden erhalten bei NobiCare Muster, Datenblätter und ein Angebot mit Staffelpreisen für Inkontinenzprodukte.

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