Puderfreie Handschuhe für Medizin und Pflege
Früher wurden Einmalhandschuhe gepudert, damit sie sich leichter anziehen lassen. In der Medizin sind heute puderfreie Handschuhe üblich. Die Gründe liegen im Allergierisiko und in möglichen Folgen für Wunden und Proben.
Warum puderfrei?
Als Puder wurde meist Maisstärke verwendet. Bei Latexhandschuhen bindet der Puder Latexproteine. Beim An- und Ausziehen gelangen diese Partikel in die Raumluft und können eingeatmet werden. Das fördert Sensibilisierungen und Latexallergien, auch bei Menschen, die den Handschuh gar nicht selbst tragen.
Puder kann außerdem in Wunden gelangen und dort Entzündungsreaktionen auslösen. Bei Laborarbeiten kann er Proben verunreinigen. In den USA hat die Arzneimittelbehörde FDA gepuderte medizinische Handschuhe deshalb Ende 2016 verboten. In Deutschland sehen die Arbeitsschutzregeln bei Naturlatexhandschuhen puderfreie, allergenarme Ausführungen vor.
Wie puderfreie Handschuhe trotzdem gut anzuziehen sind
Damit der Handschuh ohne Puder nicht an der Haut haftet, behandeln Hersteller die Innenseite. Üblich sind eine Chlorierung der Oberfläche oder eine Polymerbeschichtung. Beides macht die Innenseite glatter und erleichtert das Anziehen, auch mit leicht feuchten Händen.
Für den Einkauf heißt das: Die Bezeichnung puderfrei allein sagt noch nichts über Tragekomfort und Anziehverhalten. Muster im Alltag zu testen, bringt hier mehr als der Vergleich von Datenblättern.
Materialien puderfreier Handschuhe
Puderfreie Ausführungen gibt es in allen gängigen Materialien.
Worauf Sie beim Einkauf achten sollten
- Die Angabe puderfrei steht auf der Verpackung und im Datenblatt.
- Bei Latex: Angaben zum Proteingehalt im Datenblatt anfordern.
- Kennzeichnung als Medizinprodukt nach der Verordnung (EU) 2017/745, als Orientierung die Normenreihe EN 455.
- Anziehverhalten und Griffigkeit mit Mustern in Ihrem Team prüfen.
Puderfreie Handschuhe von NobiCare
Wir liefern medizinische Einmalhandschuhe aus Nitril und Latex an Geschäftskunden, als Marke NobiCare, als Handelsware oder als Private Label. Die Ausführung des jeweiligen Produkts, Größen und Gebinde nennen wir Ihnen im Angebot und im Datenblatt. Muster erhalten Sie auf Anfrage.
Häufige Fragen
Ein generelles Verbot gibt es in der EU nicht. Für Naturlatexhandschuhe sehen die deutschen Arbeitsschutzregeln aber puderfreie, allergenarme Ausführungen vor, und in der Medizin sind puderfreie Handschuhe allgemein üblich.
Durch Chlorierung oder eine Innenbeschichtung lassen sich gute puderfreie Handschuhe leicht anziehen. Es gibt aber Unterschiede zwischen Produkten, deshalb lohnt ein Test mit Mustern.
Sie senken das Risiko, dass Latexproteine über die Luft verbreitet werden. Bei einer bestehenden Latexallergie sind latexfreie Handschuhe die übliche Wahl. Fragen Sie im Zweifel eine Ärztin oder einen Arzt.
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